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VPP beteiligt sich nicht an Ärzteprotest "Freiheit statt Sozialismus"
Nach reiflicher Überlegung und trotz auch berechtigter Kritik an der
geplanten Gesundheitsreform hat sich der Bundesvorstand des VPP entschieden,
nicht zur Teilnahme an dem nationalen Protesttag unter dem Motto "Freiheit
statt Sozialismus" aufzurufen. Unter diesem Leitmotiv wollen Ärzte
am 22. September in Berlin gegen die geplante Gesundheitsreform demonstrieren.
Abgesehen von der gewollten Assoziation an den Wahlkampf der CDU gegen die
Willy-Brandt-SPD der siebziger Jahre, in dem soziales Engagement und Eintreten
für die Schwächeren der Gemeinschaft verunglimpft werden sollte und
von der wir uns auf jeden Fall distanzieren, geht die Stoßrichtung dieser
Demonstration gegen die Selbstverwaltung und für die freie Marktwirtschaft
in der Krankenversorgung. Freiheit würde dann die Ausgrenzung der Schwächeren,
Schwerkranken oder psychosozial Benachteiligten bedeuten.
Der VPP wird weiterhin mit Gesundheitspolitikerinnen und -politikern aller
Parteien sprechen. Ziel dieser Gespräche ist es, auch in Zukunft die flächendeckende,
qualitativ hochstehende psychotherapeutische Versorgung aller zu gewährleisten,
die der Psychotherapie bedürfen.
Eva Schweitzer-Köhn
Heinrich Bertram
Hans Werner Stecker
Bundesvorstand des VPP im BDP
www.protesttag.de
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