











|
VPP im BDP nimmt Stellung zum GEK-Report ambulant-ärztliche Versorgung
2007
Schwerpunkt des diesjährigen GEK-Report ambulant-ärztliche Versorgung
ist die ambulante Psychotherapie. Als herausragendes Ergebnis wird von Dieter
Hebel, Vorstandsvorsitzender der Gmünder Ersatzkasse (GEK), hervorgehoben,
dass die Daten „für die ambulanten Kurzzeitpsychotherapien keine
deutlich nachweisbaren positiven Wirkungen“ zeigten. Prof. Dr. Friedrich
Wilhelm Schwartz, Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitssystemforschung
(ISEG), forderte angesichts dieser Erkenntnisse dringend kritisch vertiefende
Untersuchungen zu beiden Psychotherapieformen, Kurz- und Langzeit. Das Institut
hat für den Report Daten von 1,5 Millionen Versicherten der Gmünder
Ersatzkasse (GEK) ausgewertet.
„Hier besteht m.E. die Gefahr der unzulässigen Generalisierung
des Ergebnisses auf die Einschätzung der Wirksamkeit der Psychotherapie überhaupt
und der Beschädigung des Ansehens der Psychotherapie insgesamt.“ betont
die stellvertretende Vorsitzende des VPP im BDP, Eva Schweitzer-Köhn, in
einer aktuellen Stellungnahme an die Gmünder Ersatzkasse (GEK). Ihr Fazit: „Dass
Psychotherapie wirksam ist und langfristig öffentliche Gelder einspart,
ist mehrfach nachgewiesen worden und kann auch durch diesen GEK-Report nicht
widerlegt werden.“
Eva Schweitzer-Köhn betrachtet und bewertet die Studie unter drei Gesichtspunkten:
1. Ist das „herausragende Ergebnis“ aus den vorhandenen Daten und
Ergebnissen der Untersuchung tatsächlich belegt?
2. Wenn das so sein sollte: Ist dieses Ergebnis eher Folge der nicht vorgenommenen
oder bewilligten Umwandlungen der Kurzzeittherapie in Langzeittherapie? Kurz
gefasst: Ist Kurzzeittherapie in diesen Fällen nicht ausreichend gewesen?
3. Welches politische Ziel kann/soll mit den Bewertungen ihrer Studie durch
die GEK erreicht werden?
|
|