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VPP: Überhöhte und unkollegiale Preise für Psychotherapie-Praxen

Ein Leserbrief des VPP-Bundesvorstands zum Thema „Praxisverkäufe“ ist in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes PP, nachzulesen. Heinrich Bertram, Vorsitzender des VPP im BDP, hatte sich zu dem Editorial „Praxisverkäufe - Klare Positionierung nötig“ in der Septemberausgabe des Deutschen Ärzteblattes PP geäußert. Er schreibt: „Wir freuen uns über Ihr o.g. Editorial, in welchem Sie unangemessen hohe Verkaufspreise für psychotherapeutische Kassensitze anprangern und eine klare Linie einfordern.

Schon seit langem ist der VPP im BDP in besonderer Weise mit dieser Thematik befasst, da er sowohl Psychologische Psychotherapeuten als auch Psychotherapeuten in Ausbildung vertritt. In dieser Frage steht der Verband eindeutig an der Seite des Nachwuchses: „Einen Preis für eine Psychotherapie-Praxis zu verlangen, der den Verkehrswert übersteigt, ist unethisch und unkollegial.“ Dies betont Eva Schweitzer-Köhn, stellvertretende Bundesvorsitzende des VPP im BDP, in „VPP aktuell“, Heft 01/2008 zum Titelthema „Praxiswert“. (…) Differenziert stellt BDP-Jurist Jan Frederichs in gleicher Ausgabe dar, warum noch keine Einigkeit zu bestehen scheint, wie sich der objektive Verkehrswert einer psychotherapeutischen Praxis bemisst.“

Abschließend unterstreicht der VPP-Bundesvorsitzende folgende Aussage von Eva Schweitzer-Köhn in „VPP aktuell“:„Für mangelhafte Altersvorsorge oder andere gefühlte Ungerechtigkeiten sind die nachwachsenden Kollegen nicht verantwortlich. Der Wunsch nach einem Ausgleich darf nicht auf deren Rücken ausgetragen werden.“

11.10.2008