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LFV Berlin

Protokoll der Mitgliederversammlung

des Landesfachverbandes Berlin des VPP im BDP
am 23. November 2005

TOP 1: Begrüßung und Formalia

  1. Tätigkeitsbericht des Vorstands
  2. Aussprache zum Bericht des Vorstands
  3. Nachwahl zum Vorstand
  4. Qualitätsmanagement
  5. Verschiedenes

Vor Eintritt in die TO berichtet Herr Dr. Bilke, Direktor der Kliniken für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie (Vivantes) über "Stationäre und teilstationäre psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Berlin" und stellt besonders die geplanten psychiatrischen Abteilungen und die psychotherapeutische Abteilung des Netzwerkes für Gesundheit vor. Er warb intensiv um Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Psychotherapeuten und bat um Ideen und Vorschläge für eine bessere Versorgung.

Zu TOP 1: Begrüßung und Formalia

Die Vorsitzende des LFV eröffnet die Sitzung, stellt die ordnungsgemäße Einberufung fest und bittet um die Bestätigung der vorgeschlagenen TO. Diese wird per Akklamation bestätigt, ebenso Herr K.-G. Sturhahn als Protokollführer.

Zu TOP 2: Bericht des Vorstands

2.1: Frau Schweitzer-Köhn 1. - Vorsitzende des LFV - berichtet aus ihren Aufgabenfeldern KV, Arbeitskreise, Zusammenarbeit mit der Charité (psychotische Prodromalzustände):

Der HVV (Honorarverteilungsvertrag) der KVB für I/06 ist gerade verabschiedet worden . Die Individualbudgets bleiben vorerst erhalten. Die Verwaltungspauschale wird gesenkt. Die Krankenkassen stützen die Psychotherapie. Im Gespräch ist ein eigener Versorgungsbereich für Psychotherapeuten.

Es wird weiterempfohlen, Widerspruch gegen die Honorarbescheide einzulegen, weil die KV ihre Berechnungsgrundlagen für den Mindestpunktwert nicht offen gelegt hat. Zudem wird empfohlen, sich an der Initiative "Klagen statt jammern" zu beteiligen.

2.2. Herr H., Bertram — 2. Vorsitzender — berichtet aus der Berliner Psychotherapeutenkammer (PTKB): Es gibt einen neuen Vorstand der PTKB, in dem Herr Krenz (Analytikerverbände) Vorsitzender ist und Frau Mrazek (Vereinigung) stellv. Vorsitzende. Er ist ebenfalls Mitglied des Vorstands und hat einige seiner bisherigen Aufgaben behalten. Die Ergebnisse der Untersuchung zur psychotherapeutischen Versorgung alter Menschen liegt jetzt vor und ist auf der Homepage der Kammer nachzulesen, ebenso die Ergebnisse des 2. Landes-Psychotherapeutentages (z. B. Verhältnis Berufsrecht zu Sozialrecht, Psychotherapie im Rahmen des KJHG). Die Zusammenarbeit mit der Zahnärztekammer soll weiter ausgebaut werden. Wichtig ist auch festzuhalten, dass die Fortbildungsordnung der Kammer für alle psychotherapeutischen Richtungen offen bleibt.

Das Ergebnis der Kammerwahl hat eine rechnerische Mehrheit für die "Richtlinienverbände" gebracht, Herr Bertram ist jedoch weiter als Vertreter der größten Fraktion als Beisitzer im Kammervorstand.

Es wird ferner versucht, in Verhandlungen mit dem Senat die psychotherapeutischen Möglichkeiten im Rahmen des BSHG wieder aufleben zu lassen.

Herr H. Bertram ist nach wie vor Beauftragter der Bundes-Psychotherapeutenkammer (BPTK) für Europafragen, die Zusammenarbeit in diesem Bereich mit dem neuen Vorsitzenden der BPTK, Herrn Prof. Rainer Richter aus Hamburg, war schon in der Vergangenheit gut. Einer der beiden Vizepräsidenten der BPTK ist Herr Hans Bauer, der Vorsitzende des LFV Hessen des VPP.

Die "Vereinigung" und der DPTV schließen sich zum 1. 1. 2006 zur "Deutschen Psychotherapeutischen Vereinigung" zusammen.

2.3. Frau P. Hartwig-Siepert berichtet von der AG Psychotherapie für Folteropfer und Migranten, die sich für die Fortführung der öffentlichen Finanzierung dieser Arbeit einsetzt. Dazu wurden Gespräche mit Vertretern der Bezirksämter geführt, die allerdings bisher wenig Erfolge brachten. Sie hat ferner im Auftrag des Vorstands Verbindung zum "Bündnis gegen Depression" aufgenommen

(Frau R. Brühl weist in diesem Zusammenhang auf Material zu den AGs der Sektion KliPs hin, das sie ausgelegt hat.)

2.4. Frau Christina Maunz und Frau B. Schervier-Legewie berichten vom "AK Freie Psychotherapeuten": Der AK der approbierten Psychotherapeuten, die nicht zur KV-Abrechnung zugelassen sind, trifft sich mit ca. 20 Teilnehmern in der VPP-Geschäftsstelle (Helmstr. 4 in Schöneberg) zu Themen wie z. B. Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, Finanzierung, Europa-Recht und fachlich-inhaltlichen Themen. Der AK wurde durch Frau Maunz und Frau Schervier-Legewie auch auf dem Landes-Psychotherapeutentag mit verschiedenen Vorträgen vorgestellt.

3. Aussprache über den Bericht des Vorstandes

Da bereits während der Berichte Nachfragen und Diskussion stattgefunden haben, entfällt dieser TOP.

Zu TOP 4. Nachwahl zum Vorstand

Notwendig ist die Wahl eines Beisitzers zum Vorstand geworden.

Auf Vorschlag des Vorstandes wird Klaus-Gunther Sturhahn als Wahlleiter vorgeschlagen und per Akklamation bestätigt.

Vorgeschlagen wird von der 1. Vorsitzenden Frau Christina Maunz, die schon zum Vorstand kooptiert worden war.

Da sie durch ihre Arbeit für den AK Freie Psychotherapeuten den Mitgliedern bereits bekannt ist, wird keine Vorstellung und keine Befragung der Kandidatin gewünscht. Weitere Kandidaten werden nicht vorschlagen.

Frau Chr. Maunz wird in geheimer Wahl einstimmig ohne Enthaltungen (14:0:0) gewählt, nimmt die Wahl an und bedankt sich für das Vertrauen.

Zu TOP 5: Qualitätsmanagement (QM)

Frau Schweitzer-Köhn berichtet über die geplanten Maßnahmen zur Qualitätssicherung (QS) im Rahmen der gesetzlichen Krankenversorgung. Konkret werden jedoch erst nach fünf Jahren Überprüfungen der in den Praxen eingeführten Maßnahmen vorgenommen und durch den Gemeinsamen Bundes-Ausschuß (G-BA) evaluiert und über mögliche Konsequenzen nachgedacht.

Problematisch sind für die psychotherapeutische Arbeit die evtl. vorgesehenen inhaltlichen Strukturierungen von Behandlungen. Wichtig ist, dass die Berufsverbände aktiv erden, um die noch vorhandenen Spielräume auszuschöpfen. "QEP" ist ein von der KBV entwickeltes Q-Programm, das jedoch für psychotherapeutische Praxen wenig geeignet scheint. Frau Schweitzer-Köhn hat sich mit Frau Dr. Piechotta in Verbindung gesetzt, um in Zusammenarbeit mit der DPA ein Seminar zu QS/QM zu organisieren, das am 10./11. 2 2006 (Fr. 15 — 18 h, Sa 9 -16 h) in der Glinkastr. stattfinden wird

Die KV wird allen zugelassenen Kollegen das QEP-Manual zur Verfügung stellen, das jedoch eher für ärztliche Praxen geeignet ist.

Der VPP überlegt, evtl. ein eigenes Qualitätssiegel zu vergeben.

Zu TOP 6: Verschiedenes

6.1. Termine des AK "Vertragsbehandler":

15. 2. 2006, 17. 5. 2006, 23. 8. 2006 und 29. 11. 2006 in der Glinkastr. (4. Stock)

Termine des AK "Freie Psychotherapeuten":

jeweils 20 h in der Helmstr. 4 in Berlin-Schöneberg

01.02.2006, 01.03.2006, 05.04.2006, 03.05.2006, 07.06.2006, 05.07.2006 (jeder 1. Mittwoch im Monat).

Die Sektion GUS (Gesundheits-, Umwelt- und Schriftpsychologie) trifft sich am 24. 11. 2005 in der Glinkastr., Raum 410

Das Versorgungswerk für Psychotherapeuten wird nach wie vor von der SPD blockiert.

Ein Verzeichnis der Bedingungen von Privatkassen, die die Kosten von approbierten, jedoch nicht zugelassenen Psychotherapeuten übernahmen, ist im Internet-Mitgliederbereich abzurufen.

Frau Schweitzer-Köhn bericht noch über den Haushalt des LFV: die Jahresbilanz 2005 wird mit einem leichten Überschuss abschließen.

Der VPP ist mit über 3000 Mitgliedern insgesamt immer noch der drittgrößte Psychotherapeutenverband.

Ende der Sitzung 22 Uhr 27

Klaus-Gunther Sturhahn, Protokollant
E.-M. Schweitzer-Köhn, Sitzungsleiterin

19.1.2006