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LFV Berlin Brief an die Approbierten im BDP zur PrimärsektionswahlVPP die Stimme der Psychologischen PsychotherapeutInnen im BDP Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie Sie aus den Sektionsbeschreibungen (Beilage in report psychologie 2/2003) ersehen können, ist der VPP innerhalb des BDP die zuständige Sektion für alle approbierten psychologischen PsychotherapeutInnen. Hochgerechnet stellen die Approbierten ca. 65% der Mitglieder des BDP, also ca. 9000! Damit wäre der BDP der größte Verband psychologischer PsychotherapeutInnen in Deutschland! Leider spiegelt sich diese Zahl bisher nicht in den verbandsinternen Mehrheitsverhältnissen wider, da nicht alle Approbierten auch Mitglieder im VPP sind. In der Delegiertenkonferenz des BDP, dem obersten Beschlussorgan unseres Verbandes, beträgt die Vertretung des VPP nur 8% der Delegierten. Dies hat in der Vergangenheit häufig zu Verwerfungen geführt, z.B. in der Zuteilung der finanziellen Mittel, die pro Mitglied der Sektion erfolgte. Daher ist es von außerordentlicher Wichtigkeit, dass Sie alle Ihre Stimme dem VPP geben, d.h. den VPP als Ihre Primärsektion wählen. Damit stärken Sie deutlich die Vertretung der approbierten psychologischen PsychotherapeutInnen im BDP. Es ist unbedingt notwendig, dass Sie den Wahlschein Sektionswahl absenden oder notfalls eine formlose Erklärung, welche Sektion Sie als Ihre Primärsektion wählen. Alle bisherigen Sektionszugehörigkeiten werden zum 1.7.03 gelöscht, d.h. auch bisherige VPP-Mitglieder müssen den Wahlschein an den BDP abzusenden. Ab 1.7.03 gilt die neue Beitragsordnung des BDP, die besagt, dass im dann moderat erhöhten Beitrag die Primärsektion enthalten ist, d.h. der zusätzliche Sektionsbeitrag für den VPP als 1. Sektion entfällt. Für VPP-Mitglieder wird es dann sogar billiger als bisher! Der VPP bedankt sich schon jetzt für Ihr Vertrauen und wird sich mit allen seinen dann verstärkten Kräften weiter für die Interessen der psychologischen PsychotherapeutInnen angestellt oder niedergelassen oder in Ausbildung auf allen Ebenen einsetzen. Über die Aktivitäten des VPP können Sie sich informieren im Internet (www.vpp.org), im VPP aktuell und im report psychologie auf den Seiten report psychotherapie. Der VPP ist bundes- und landesweit in allen entscheidenden Gremien der niedergelassenen psychologischen PsychotherapeutInnen vertreten: in den Kammern und in der KBV. Für angestellte psychologische PsychotherapeutInnen gibt es das Angestelltennetzwerk mit einem Vertreter in der entsprechenden Fachgruppe bei ver.di. Hier geht es um die Einstufung approbierter psychologischer PsychotherapeutInnen analog zu den Fachärzten, aktuell um die Erhaltung der stationären Psychotherapie in der Psychiatrie usw. In Berlin ist der VPP in der Psychotherapeutenkammer in der Fraktion ‚Bündnis für psychische Gesundheit’ vertreten, das die Mehrheit der Delegierten stellt. Uns geht es dort bei allen Fragen darum, die Möglichkeit der Weiterentwicklung der Psychotherapie zu erhalten und nicht auf die bisherigen Richtlinienverfahren zu beschränken. Wir treten ein für eine Berufsordnung, die die psychologischen Kompetenzen achtet und möglichst wenig einschränkt. Wir treten ein für eine Weiterbildungsordnung, die das Berufsfeld nicht einschränkt oder schulenspezifisch zersplittert, sondern integrativ erweitert im Sinne der versorgungsrelevanten Bedürfnisse der PatientInnen. Wir setzen uns ein für eine am Prozess orientierte Qualitätssicherung. Die Kammer ersetzt jedoch nicht die Berufsverbände! Die Verbände sind in den Kammern so etwas wie die Parteien im Parlament. Welche Inhalte dort vertreten werden und welche Bestimmungen beschlossen werden z.B. in der Berufs- und der Weiterbildungsordnung, hängt entscheidend von der die Mehrheit tragenden Verbände ab (siehe auch Artikel ‚Die Bedeutung des Berufsverbands seit Gründung der Kammer’ in VPP aktuell und auf der Homepage unter Landesfachverband Berlin). Die Delegiertenversammlung der Kammer ist für alle Kammerangehörigen öffentlich. Machen Sie sich selbst ein Bild! Jenseits der Kammer setzen wir uns in Berlin ein für den Erhalt der KJHG-Therapien. Auf maßgebliches Betreiben der VPP-LFV-Vorsitzenden wurde eine überverbandliche Arbeitsgruppe gegründet, die sich politische Maßnahmen überlegt, um dem weiteren Abbau der KJHG-Therapien entgegenzuwirken. Als erstes haben wir den vom Landesarzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Harro Naumann, in gang gesetzten Briefwechsel zwischen ihm, Gesundheitssenat, Kammer und KV zum Anlass genommen, inhaltlich darauf Stellung zu beziehen und ein Gespräch mit ihm zu führen, um ihn für die Besonderheiten der Indikation für KJHG-Therapie im Gegensatz zur Kassentherapie zu sensibilisieren. Gespräche mit Politikern und Personen aus der Verwaltung und den Ämtern sind vorgesehen. Die Kriterien für eine Indikation für Psychotherapie nach dem KJHG wird auch Thema sein beim Forum für Psychologinnen und Psychologen am 5. Dezember (18 Uhr, Glinkastr. 5-7; wird gesondert eingeladen) zum Thema Kindergesundheit. In Zusammenarbeit mit der AG ‚Klagen statt Jammern’ kämpfen wir für angemessene Honorare für die krankenkassenfinanzierte Psychotherapie (unbedingt weiter Widersprüche gegen Honorarbescheide der KV einlegen!). Bei Problemen mit Krankenkassen, z.B. den kürzlich monierten langen Bearbeitungszeiten von Psychotherapieanträgen bei der TK, setzen wir uns für Abhilfe ein (siehe Homepage). Wir konnten inzwischen den bisher einzigen psychologischen Psychotherapeuten als ehrenamtlichen Richter für das Sozialgericht nominieren (Klaus Sturhahn), der dort bei Gerichtsverfahren als Beisitzer fungiert (weitere KollegInnen sollten sich für dieses Amt melden!). Wir unterstützen KollegInnen zusammen mit der BDP-Landesgruppe im AK VertragsbehandlerInnen bezüglich KV-Abrechnung, Gutachtenerstellung u.a. (nächster Termin: 28.5. 20 Uhr, Glinkastr. 5-7). Bei Fragen zum Arztregistereintrag oder zur Umwandlung der Ermächtigung in eine Zulassung wenden Sie sich bitte an uns. Bei Bedarf wird der jour fixe wieder eingerichtet. Wir haben in Berlin eine VPP-Mailingliste, mit der wir kurzfristig Informationen verbreiten können. Wenn Sie uns Ihre Email-Adresse zusenden, erhalten Sie auch die jeweils aktuellen Informationen. Wir planen die nächste Mitgliederversammlung für diesen Herbst (nicht, wie zunächst angekündigt im Mai), damit wir mit Ihnen über
ausführlich sprechen und weiteres Vorgehen beschließen können. Sie erhalten rechtzeitig eine Einladung. Der VPP braucht und hofft auf die Unterstützung aller Approbierten im BDP die z.Zt. besonders durch die Wahl des VPP als Primärsektion erfolgen kann. Wir bitten um Ihre Stimme für den VPP! In diesem Sinne grüßen wir Sie sehr herzlich! Der Vorstand des LFV Berlin: 2.4.2003 |
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