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LFV Hamburg

3.-23. Juni: KV-Wahlen in Hamburg

VPP bildet mit drei Verbänden die "Integrative Liste Psychotherapie"

Ziele: Qualität der psychotherapeutischen Versorgung verbessern und sichern / Gleichstellung von PsychotherapeutInnen und ÄrztInnen

In Hamburg tritt der VPP im BDP zusammen mit zwei anderen psychotherapeutischen Verbänden und dem Wahlbündnis lup.hh

als "Integrative Liste Psychotherapie" (Liste 2) bei den Wahlen zur Vertreterversammlung der kassenärztlichen Vereinigung (KV) vom 3. bis zum 23. Juni an. Gemeinsam mit DGPT, bvvp und lup.hh setzt sich der VPP insbesondere für eine verfahrens- und berufsgruppenübergreifende Stärkung der Psychotherapie in der KV ein, da in den letzten vier Jahren die Integration der Psychologischen PsychotherapeutInnen und Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen in die Selbstverwaltung der Kassenärztlichen Vereinigung erst in Ansätzen gelungen ist.

Für die KV-Arbeit haben sich die zehn Kandidatinnen und Kandidaten der integrativen Liste Psychotherapie folgende Ziele gesetzt:

  1. Eine ausreichende und hochwertige psychotherapeutische Versorgung,
  2. Erweiterung der Richtlinientherapie und Erhalt beziehungsorientierter Langzeittherapie als Kassenleistung,
  3. eine angemessene Mitbestimmung der Psychologischen PsychotherapeutInnen (PP) und Kinder- und Jugendlichen-PsychotherapeutInnen (KJP) in der Selbstverwaltung,
  4. gerechte Abrechnungsmöglichkeiten und Psychotherapie-Honorare im neuen EBM,
  5. die Umsetzung des BSG-Urteils vom 28.1.2004 und zügige Honorarnachzahlungen,
  6. attraktivere und an der Berufspraxis von Psychotherapeuten orientierte Jobsharing-Bedingungen.

Immer noch werden PsychotherapeutInnen, so VPP-Spitzenkandidatin Dr. Helga Schäfer, unangemessen honoriert, nicht entsprechend ihren Leistungsmöglichkeiten an der ambulanten Versorgung beteiligt und in den Entscheidungsgremien der KV nicht angemessen repräsentiert. Außerdem reduziere das Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) die Einflussmöglichkeiten der PsychotherapeutInnen. Umso wichtiger sei es, "dass die deutlich geringere Anzahl der nun auf sechs Jahre gewählten VertreterInnen entschieden die Interessen der Psychologischen PsychotherapeutInnen und Kinder- und Jugendlichen-PsychotherapeutInnen vertreten." Übergeordnetes politisches Ziel sei dabei die rechtliche wie materielle Gleichstellung psychologischer BehandlerInnen mit den ärztlichen Leistungserbringern.

Inhaltlich wollen sich die VertreterInnen der "Integrativen Liste Psychotherapie " insbesondere für die rechtliche wie faktische Gleichbehandlung psychisch Kranker mit körperlich Kranken einsetzen. Ein besonderer Schwerpunkt stellt dabei die Qualität der Versorgung psychisch kranker Menschen in Hamburg dar, deren Verbesserung bzw. Sicherung in diversen Einzelschritten angestrebt wird. Dr. Helga Schäfer, Bundesvorsitzende des VPP, nennt drei Beispiele: Das Erstzugangsrecht zur Psychotherapie muss erhalten bleiben, PsychotherapeutInnen müssen überweisen können und die Bedarfsplanung für Erwachsenenpsychotherapie und Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen muss getrennt erfolgen.

Auf der Liste kandidieren neben Dr. Helga Schäfer (Platz 1) auch drei andere bereits in der letzten KV-Vertreterversammlung und dem Beratenden Fachausschuss sehr aktive VPP-Mitglieder: Claus Gieseke (Platz 2) und Ricarda Rudert (Platz7) von der "liste unabhängiger psychotherapeutInnen - lup.hh" und Gabriele Marx (Platz 6).

Spannend wird das Wahlergebnis, weil sich wahrscheinlich neben der Integrativen Liste Psychotherapie nur ein weiteres Wahlbündnis (u.a. DPTV, VEREINIGUNG) um die drei Plätze der PsychotherapeutInnen in der Vertreterversammlung bewerben wird. Möglicherweise entscheiden nur wenige Stimmen, welches Wahlbündnis zwei oder einen Sitz in der VertreterInnenversammlung erhalten wird. Deshalb ist eine hohe Wahlbeteiligung unbedingt erforderlich! Das Ergebnis der Listenwahl wird am 23.Juni ab 14 Uhr festgestellt. Die neuesten Informationen finden Sie hier auf unseren Internetseiten.

[ Vitae VPP-KandidatInnen ]

30.4.2004