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LFV Hamburg

Antrag an die Delegiertenversammlung der Psychotherapeutenkammer Hamburg

Wir sind eine wachsende Gruppe von Freien Niedergelassenen Psychotherapeuten, die sich aus Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten zusammen-setzt. Wir möchten diese Tatsache und die drastischen Veränderungen im Gesundheitssystem zum Anlass nehmen, auf Folgendes hinzuweisen: Als Mitglieder der Psychotherapeutenkammer Hamburg entrichten wir zwar alle die gleichen Beiträge, jedoch nehmen wir große Unterschiede in der berufs-ständischen Interessenvertretung wahr. Deshalb fordern wir die Weiterführung des Unterausschusses „Ambulante Versorgung außerhalb des KV-Systems,“ der sich explizit für die Interessen der Freien Psychotherapeuten einsetzen soll, wie z. B.
gleiche Honorierung für gleiche Leistung. Wir fordern darüber hinaus mehr Serviceleistung wie z. B. Web-Präsenz auf der Website der Psychotherapeutenkammer und fachliche Beratung zur Füh-rung einer Praxis.

Untersuchungen der Gesetzlichen Krankenkassen TK und DAK haben gezeigt, dass die Zahl der Patienten, die einer psychotherapeutischen Behandlung bedürfen, zugenommen hat. Es gibt eine psychotherapeutische Unterversorgung und trotzdem hat eine große Anzahl Psychotherapeuten erhebliche Probleme, ihren Beruf auszuüben. Besonders deutlich wird die Situation an den Zah-len des Instituts IMPP: Vom Herbst 2004 bis Herbst 2008 haben in Hamburg 102 Personen ihre Approbation erhalten, davon allein 2008 32. Zu diesen KollegInnen kommen diejenigen, die nach der Übergangsregelung approbiert sind und keine KV-Zulassung erhalten haben.

Unser Ziel ist deswegen, uns besser auf dem Gesundheitsmarkt zu platzieren. Dabei fordern wir die Unterstützung unser berufsständischen Kammer nach innen und nach außen.

Wir bitten um Stellungnahme der Delegierten bis zum 31. März 2009.

Für den Arbeitskreis
Christel Kock
Vorsitzende des LFV VPP im BDP Hamburg

19.1.2009