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LFV Hessen Ergebnisse der Wahl zum ersten Vorstand der LandeskammerDie Ergebnisse der Wahl zum ersten Vorstand der Landeskammer für Psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten und Kinder- und Jugendli-chenpsychotherapeutinnen und therapeuten Hessen:
Kommentar: Wenn sich eine der Listen mit dem Ergebnis von sechs Sitzen in der Kammer-wahl schon als „Wahlsieger“ darstellte, regt dieses doch bei neun angetre-tenen Listen, 32 Mandaten insgesamt, und einem Ergebnis das fast an eine Normalverteilung erinnert, eher zum Schmunzeln an. VPP war mit einer klaren Bündnisaussage zu Gunsten von AGPF/GwG (Liste QdM), BKJ (Liste BKJ) und DPTV (Liste „Freier Beruf PsychotherapeutIn“) zur Wahl angetreten. Schon drei Tage nach der Wahl trafen sich die Delegierten der vier Listen um ihre Bündnisabsprache zu erneuern und das weitere Vorge-hen zu erörtern. In der Folgezeit wurden Gespräche mit allen anderen Grup-pierungen geführt. Dazwischen gab es Einzelkontakte mit einzelnen Vertretern anderer Listen um einzelne Punkte zu erörtern. Immer wieder erfolgten dann Telefonkonferenzen der Listenführer um die Ergebnisse zu diskutieren und die Positionen der inzwischen „Kleeblatt“ genannten Viererkoalition neu zu defi-nieren. Vielfältige Versuche, einzelne Verbände aus der Viererkonstellation abzuwerben, misslangen. In den Gesprächen ergaben sich Gemeinsamkei-ten und Differenzen. Mit Liste 9, der verhaltenstherapeutisch geprägten „ Bündnis“- Liste wurde vor allem der gemeinsame Wunsch nach einer starken Kammern deutlich. In den Gesprächen mit den Psychoanalytikern stellten sich viele Gemeinsamkeiten im Psychotherapieverständnis heraus. In der gemein-samen Diskussion entschied man, eine „ große Koalition“ anzustreben. Ein Bündnis zur Gestaltung der Kammerpolitik, in dem alle Listen vertreten sein soll-ten. Die Gründe die dafür sprechen liegen auf der Hand. In der Kammer kann so-mit die Auseinandersetzung und der Austausch institutionalisiert werden und gehofft werden, nach außen mit einer Stimme anzutreten. Je geeinter die In-teressenvertretung ist, desto stärker ist ihre Außenwirkung auf Politik, Gesell-schaft und gesundheitspolitische Institutionen. Auch die Gefahren dieser Lö-sung sehen wir. Schaffen wir es nicht, die Interessen „unter einen Hut“ zu brin-gen, könnte eine Lähmung in der Arbeit der Kammer eintreten. Im Verzicht auf eigene Ambitionen den Präsidenten zu stellen, neben ande-ren Punkten der Kompromissbereitschaft, akzeptierte das Kleeblatt Jürgen Hardt (DGPT) für die Position des Präsidenten. Ein Mann der im Ruf hoher Inte-grität steht, im Austausch sich vielfältig für die Würdigung verschiedener psy-chotherapeutischer Ansätze aussprach und in der Vergangenheit mehr durch fachpolitische als gesundheitspolitische Ambitionen auffiel. Auch an diesem Punkt sollte dem Wählerwillen Respekt gezollt werden. Es ist festzustellen, dass die Fachverbände gute Wahlergebnisse erzielten. Ihm zur Seite steht als Vize-präsident Hans Bauer (VPP), mit langjähriger berufspolitischer und gesund-heitspolitischer Erfahrung und der ausdrücklichen Aussage zur Integration des Berufsstandes und der Förderung der konstruktiven Zusammenarbeit der Ver-bände beitragen zu wollen. Auch für die Beisitzerpositionen benannten die Verbände durchweg erfahre-ne Standespolitikerinnen und Standespolitiker: Angelika Wolff (VAKJP) und Marion Schwarz (BKJ) für die Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Uta Cramer-Düncher, lange Jahre für die GwG tätig, so wie Manfred Burkart für die Vereinigung. Beide auch mit Erfahrungen in der Bundespolitik ihrer Ver-bände. In der gleichen Liste mit Manfred Burkart, für die Fachinteressen der Verhaltenstherapie stehend ist Wilfried Schaeben zu nennen. Elisabeth Schneider-Reinsch und Dr. Frank Roland Deister, beide mit Erfahrungen insbe-sondere in der KV-Politik arbeiten für ihren Verband (VHVP) im Vorstand der Kammer mit. Thomas Merz als Listenführer der Liste „ freier Berufpsychothera-peutIn und Sprecher des DPTV in Hessen kann auf ein starkes Team seines Verbandes zurückgreifen. Selbstverständlich wird die Größe dieses Vorstandes auch intern als problema-tisch angesehen. Zehn Personen aus teilweise rivalisierenden Verbänden ist zuerst einmal ein Experiment. Aber ein Experiment mit großen Chancen. Die „geballte Fachkompetenz“ der hier versammelten Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sollte in der Lage sein, das Beste für unseren Berufsstand zu erreichen. 30.6.2002 |
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