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LFV Nordrhein-Westfalen

Skandalöse Restpunktwerte nun sogar bei Ersatzkassen und BKKen in Nordrhein

Heute haben es alle zugelassenen PsychotherapeutInnen in Nordrhein schwarz auf weiß gelesen: die BKKen zahlen im 4. Quartal 2,51 Euro je probatorische Sitzung, die Ersatzkassen stolze 4,56 Euro.
Auf diese Weise finanzieren wir zu einem hohen Anteil selbst die höchstrichterlich geforderte Anhebung unseres Mindestpunktwertes: der Gesamtumsatz steigt bei vielen kaum.

Im Klartext: mit einer probatorischen Sitzung finanzieren wir in Nordrhein die Heraufsetzung des Mindestpunktwertes für 3 1/2 bis 3 3/4 genehmigte psychotherapeutische Sitzungen!

VPP und BDP in NRW sind nicht bereit, diesen Zynismus hinzunehmen. Wir werden in Kürze hier und über mailinglisten (wer sich dort einschreiben möchte, bitte gvmueller@netcologne.de kontaktieren) über Protestaktionen informieren.

Ersten Angaben der KV Nordrhein zufolge, soll noch heute darüber beraten werden, wie mit diesen Punktwerten umgegangen werden kann. Am Freitag letzter Woche waren noch keine Reaktionen zu erfahren.

Der VPP NRW erwartet vom Vorstand der Psychotherapeutenkammer NRW, dass er sich öffentlich und klar an die Seite der betroffenen niedergelassenen Vertragspsychotherapeuten stellt und sich mit Nachdruck für eine angemessene Honorierung auch des Restpunktwertes einsetzt.

Der VPP NRW hält es für dringend geboten, dass alle nordrheinischen Psychotherapeutenverbände sich zu einer gemeinsamen Aktion verstehen, die verbandsübergreifend von allen Verbänden organisiert und getragen wird.

26.4.2005