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LFV Nordrhein-Westfalen

Diskussion am 17. Januar: Quo vadis Psychotherapie?

„Quo vadis Psychotherapie?“ lautet der Titel einer Veranstaltung, die der VPP-Landesfachverband NRW gemeinsam mit dem app am 17. Januar in Bielefeld anbietet. Im Mittelpunkt des Termins in der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld stehen ab 11 Uhr „Finanzielle und inhaltliche Perspektiven nach der Gesundheitsreform“. Referent ist Jürgen Doebert.

Uschi Gersch, VPP-LFV NRW und Bundesvorstandsmitglied des VPP, zeigt in der gemeinsamen Einladung mit den app-Vorstandskollegen erheblichen Diskussionsbedarf auf:

  • Wir werden ab Januar 2009 höhere Honorare erhalten, deren Finanzierung nicht gesichert ist.
  • Wir werden im ersten Quartal 2009 (oder später?) die Nachzahlungen für 2000 und 2001 erhalten, sofern wir Widerspruch gegen den ersten Nachzahlungsbescheid erhalten haben. Finanzierung: völlig offen.
  • Wir können unsere Praxen nun hälftig abgeben und fast 40 %  von uns sollten dennoch im bisherigen Umfang weiter arbeiten können. Das Procedere dieser wunderbaren Leistungsvermehrung ist zur Einladungszeit völlig offen und deren  Finanzierung noch viel offener.
  • Es darf bezweifelt werden, dass die wundersame und notwendige Vermehrung der Kassensitze für Kinder- und JugendlichenpsychotherapeutInnen durch die Quotenregelung
    (in WL voraussichtlich mehr als 100 Sitze) durch die Rückstellungen finanziell aufgefangen werden können.

Jürgen Doebert wird von den Verhandlungen, den Schwierigkeiten und v.a. den Erfolgen für die PsychotherapeutInnen auf Bundesebene aus erster Hand berichten und alle Fragen erschöpfend beantworten.

Es ist völlig offen, ob die Beschlüsse für 2009 auch im Jahr 2010 noch gültig sein werden und v.a. können. Die Zeitbezogenheit der Kapazitätsgrenzen psychotherapeutischer Leistungserbringung anstelle der Regelleistungssvolumina könnte wieder auf der Agenda stehen.

Welche Rolle Gesundheitsfonds, morbiditätsbezogener Risikoausgleich und morbiditätsbezogene Gesamtvergütung bei der Berechnung unserer Honorare spielen und v.a. welchen Einfluss sie auf unser Leistungsangebot haben, wird vorgestellt und diskutiert.

Was ist  insbesondere von der Offensive eines Berufsverbandes zu halten, über so genannte objektive Forschung das Vorantreiben von Kurzzeittherapie zu betreiben (J. Margraf: Kosten und Nutzen von Psychotherapie)?

16.1.2009