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Bericht an den Hausarzt wird verpflichtend

Zukünftig können Psychologische Psychotherapeuten den Bericht an den Hausarzt berechnen, werden jedoch gleichzeitig verpflichtet, mindestens einmal im Behandlungsfall einen Bericht zu schicken. Mit dieser Entscheidung reagieren KBV und Krankenkassen im Bewertungsausschuss auf die immer wieder - insbesondere von der Deutschen Psychotherapeutenvereinigung - vorgetragene Forderung nach Berechnungsfähigkeit des Berichts auch für PPT und KJPT. Diese Forderung hatte auch der Beratende Fachausschuss Psychotherapie der KBV übernommen.

So sieht es der Beschluss des Bewertungsausschusses zu Abschnitt 2.1.4 der allgemeinen Bestimmungen des EBM vor: Ab 1.1.2007 gilt die „Eröffnung der Berechnungsfähigkeit des Berichts/Briefs (01600; 01601) durch Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten und gleichzeitige Berichtspflicht für Psychotherapieleistungen des Abschnitts 35.1 und 35.2“. (s. Deutsches Ärzteblatt, 17.11.2006).

Danach sind Psychologische Psychotherapeuten verpflichtet, dem Hausarzt mindestens einmal im Behandlungsfall einen Bericht zu schicken, sonst sind die psychotherapeutischen Leistungen nicht vollständig erbracht und können nicht berechnet werden. Wenn die Überweisung durch einen Facharzt ausgestellt wurde, muss der Bericht zusätzlich an den Hausarzt geschickt werden.

Nach § 73 Abs. 1b SGB V ist die Zustimmung des Patienten zu einem Bericht an einen Hausarzt schriftlich von diesem zu bestätigen. Wenn der Patient die schriftliche Einwilligung verweigert oder wenn er keinen Hausarzt hat, dann würde die Berichtspflicht entfallen. Die Leistungen aus den Abschnitten 35.1 und 35.2 könnten dann ohne Bericht abgerechnet werden. Wenn ein Patient die Einwilligung schriftlich bestätigt, der Psychotherapeut jedoch Bedenken hat, bleibt immer noch die Möglichkeit, der Berichtspflicht mit einem Kurzbericht nach der Nr. 01600 Genüge zu tun. Inhalt und Umfang eines Berichts an den Hausarzt sind nicht näher definiert, der Bericht kann also im Einzelfall sehr knapp gehalten werden.

Für den praktischen Umgang mit dieser neuen Verpflichtung finden Sie im Mitgliederbereich eine Erklärung zur Übermittlung von Behandlungsdaten und Befunden.

Eva Schweitzer-Köhn
Jan Frederichs

13.12.2006

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