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Position des VPP zum Gutachterverfahren

1. Der VPP befürwortet grundsätzlich das Gutachterverfahren zur Überprüfung der Notwendigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der geplanten Behandlung.
Der VPP erkennt die Bedeutung der Langzeitpsychotherapie in der ambulanten psychotherapeutischen Versorgung. Um diese zu erhalten, ist eine Überprüfungsmöglichkeit der Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit dieser Behandlungen erforderlich.
Der VPP begrüßt, dass diese Überprüfung im Gutachterverfahren durch FachkollegInnen stattfindet und der Schutz der PatientInnendaten gesichert ist. Es wird als Vorteil gegenüber den auch in der Diskussion stehenden standardisierten Verfahren angesehen, im Bericht an den Gutachter die individuelle Behandlung auch in ihren Schwierigkeiten darstellen zu können. Im TK-Modellprojekt hat sich gezeigt, dass das GAV der standardisierten Überprüfung keineswegs unterlegen ist, die standardisierte Vorgehensweise aber nicht alle PatientInnen erfassen konnte.
Zudem erfüllt der Bericht an den Gutachter durch die notwendige fachlich-inhaltliche Auseinandersetzung mit der Behandlung auch eine qualitätssichernde Funktion.

2. Der VPP schlägt vor, die Kontingente von Einzel- und Gruppentherapie auszuweiten und die Bewilligungsschritte von tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und Verhaltenstherapie anzugleichen. Eine Kürzung der Kurzzeittherapie ist fachlich nicht geboten.
Um die Arbeitszeit der PsychotherapeutInnen sinnvoll einzusetzen, sollten zu häufige Gutachterberichte vermieden werden. Die Studie zum TK-Qualitätsmonitoring hat u.a. gezeigt, dass die TherapeutInnen keineswegs die Kontingente prinzipiell ohne Notwendigkeit ausschöpfen. Ein Kontingent für eine Langzeittherapie von 60 Behandlungsstunden sowohl bei Einzel- wie auch bei Gruppentherapie im ersten Bewilligungsschritt halten wir fachlich für angemessen.
Die unterschiedlichen Bewilligungsschritte bei den beiden Verfahren tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Verhaltenstherapie sind fachlich nicht gerechtfertigt. Insbesondere der kurze Bewilligungsschritt von 45 auf 60 Sitzungen bei der VT rechtfertigt den Aufwand des GAV nicht und sollte gestrichen werden. Der Ergänzungsbericht zum Bericht zum Fortführungsantrag beim letzten Bewilligungsschritt bringt inhaltlich keinen Nutzen und kann entfallen.

3. GutachterInnen für tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sollten selbst schwerpunktmäßig tiefenpsychologisch fundiert arbeiten oder gearbeitet haben.
Erfahrungen mit Gutachterbeurteilungen zeigen, dass es für die Beurteilung tiefenpsychologisch fundierter Behandlungspläne wichtig ist, über aktuelle praktische Erfahrung in diesem Verfahren und seinen neuen Entwicklungen zu verfügen und nicht ausschließlich im psychoanalytischen Verfahren.

4. Die Berichte an den Gutachter sind angemessen zu honorieren.
Der Bericht ist entsprechend dem tatsächlichen durchschnittlichen Aufwand zu honorieren.  

5. Die Befreiung von der Berichtspflicht für die Kurzzeittherapie soll grundsätzlich für alle BehandlerInnen erfolgen.
Der Nachweis von 35 genehmigten Anträgen zur Befreiung von der Berichtspflicht für die KZT ist bei der Qualität der Psychotherapeutenausbildung nicht gerechtfertigt. So kann auch der Behandlungsbeginn ggfs. zügiger erfolgen.

Verabschiedet durch die VertreterInnenversammlung des VPP
Berlin, den 24. Februar 2013

 

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