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Bericht vom Kongress "Selbsthilfe trifft Psychotherapie"

Verantwortung übernehmen: Selbsthilfe trifft Psychotherapie
VPP unterstützt erfolgreiche Veranstaltung in Würzburg

Am 28.09.2019 fand die zweite Veranstaltung zu diesem Thema statt, die zu einer besseren Verzahnung von Selbsthilfe und Psychotherapie beitragen soll. 120 Besucher (Betroffene, Interessierte, Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten) waren erschienen. Nach 3 Kurzvorträgen (die Sicht einer ehemals Betroffenen, die Sicht einer Psychotherapeutin sowie ein Fachvortag zu Funktion und  Grenzen von Selbsthilfe und Psychotherapie) stellten sich an insgesamt  9 Infopoints verschiedene Selbsthilfegruppen  sowie „professionelle Strukturen“ (Psychotherapeutenkammer Bayern, Selbsthilfe-Koordinationseinrichtungen in Bayern  sowie die psychotherapeutische berufsständige Vertretung (VPP) des Verbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) e.V.) vor
Zentrale Eindrücke hinterließen die offenen Berichte zweier ehemals Betroffener: Das lange versteckte Leiden und Leben einer ehemals Bulimie-Erkrankten sowie  einer Transidentitäts- betroffenen jetzigen Frau. Der mutige und schwierige Weg aus dem verbogenen Leid mithilfe von Gruppen selbst Betroffener berührte sehr tief. Von dem Mut der Betroffenen, das eigene Thema und auch den eigenen Infopoint (ADHS, Soziale Phobie, Overeaters Anonymous, Depression, Anonyme Alkoholiker und Kreuzbund-Gruppe) vorzustellen, konnte sich hoffentlich jeder ein Scheibchen „abschneiden“… Vielen war sicherlich nicht bekannt, dass christliche Selbsthilfekonzepte im Suchtbereich bereits seit 1885 in Deutschland existieren.
Susanne Berwanger, Psycholog. Psychotherapeutin und Vorständin VPP im BDP e.V., stellte die Ergebnisse einer kleinen Umfrage vor, wie Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten mit dem Thema Selbsthilfe umgehen. Hier zeigten sich Hinweise, dass nur wenige Behandelte Selbsthilfenagebote nutzen und auch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten durchaus noch Informationsbedarf haben, um noch besser über Selbsthilfe zu beraten – vor allem auch im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde. Frau Prof. Dr. Monika Sommer berichtete über die Wirkfaktoren von Selbsthilfe, warnte aber gleichzeitig vor einer Überforderung von Selbsthilfegruppen:  Zur Überbrückung von Wartezeiten auf einen Psycho-therapieplatz darf nicht einfach eine Selbsthilfemaßnahme empfohlen werden!
Gefördert wurde diese Veranstaltung vom Bayerischeren Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, von der Psychotherapeutenkammer Bayerns (PTK Bayern), der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns sowie dem VPP im BDP e.V. 

www.seko-bayern.de/veranstaltungen/selbsthilfe-trifft-psychotherapie/

SeKo-Tag
Prof. (Univ. Lima) Dr. Bauer, Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych. Sommer, Priv.-Doz.
Dr. phil. Dipl.-Psych. Vogel, Dipl-Psych. Berwanger, Irena Tezak, Susanne Wundling
Foto: Barbara Fischer

Susanne Berwanger
Vorstand VPP im BDP e.V.

1.10.2019

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