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LFV Baden-Württemberg

KVBW begrüßt Forderung der Psychotherapeutenverbände nach ausbudgetierter und angemessener Vergütung

Auf der Webseite der KVBW wurde zur Debatte um das Versorgungsstrukturgesetz die folgende Stellungnahme veröffentlicht - wir zitieren:

Wird ein Sommermärchen wahr?

KVBW begrüßt Forderung der Psychotherapeutenverbände nach
ausbudgetierter und angemessener Vergütung: „Krankenkassen müssen ihren Beitrag zur Lösung gesamtgesellschaftlicher Probleme leisten“

STUTTGART, 2. August 2011 – Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat den Vorstoß der Bundesverbände der Psychotherapeuten, im vorgesehenen Versorgungsstrukturgesetz eine ausbudgetierte Vergütung der Psychotherapie vorzusehen, ausgesprochen begrüßt und sich bei den Verbänden für deren Initiative bedankt.

Vorstandschef Dr. Norbert Metke sagte dazu heute in Stuttgart: "Für die flächendeckende zukünftige Gewährleistung der psychotherapeutischen Versorgung ist es unabdingbar, dass die Vergütung dieser Leistungen auf eine andere Basis gestellt wird. Sie ist sonst nicht mehr leistbar. Wir unterstützen daher die Forderung ausdrücklich, wonach die Psychotherapie außerhalb des gedeckelten Gesamtbudgets vergütet werden soll."

Metke begründete dies mit den bereits heute existenten hohen Zuwachsraten bei psychischen Erkrankungen. "Schon heute ist es Fakt und wird in allen seriösen Prognosen bestätigt, dass die Patientenzahlen mit Krankheiten wie beispielsweise Depressionen in den kommenden Jahren stark zunehmen werden. Die derzeitige Honorarsystematik hätte zur Folge, dass diese Steigerung letztendlich aus der Gesamtvergütung von Haus- und Fachärzten finanziert werden muss und damit zu Lasten der Versorgung auch Schwerstkranker ginge." Schon heute spiegle die quotierte Vergütung das spezifische Leistungsspektrum der Psychotherapeuten nicht mehr wider. "Dies ist nicht hinnehmbar und für die Ärzte und Psychotherapeuten nicht mehr tragbar. Es muss selbstverständlich sein, dass Mehrleistungen zur Bewältigung solcher gesamtgesellschaftlicher Probleme nicht nur durch Ärzte und Psychotherapeuten sowie Patienten, sondern auch von den Krankenkassen getragen werden."

Metke weiter: "Mit ihrer Initiative haben die Psychotherapeutenverbände nun auch festgestellt, dass mit begrenztem Geld nur begrenzte Leistungen möglich sind." Metke sieht in der Initiative einen wesentlichen Beitrag dazu, die Psychotherapeuten weiter in die Kassenärztlichen Vereinigungen zu integrieren. "Für mich scheint ein Sommermärchen in Erfüllung zu gehen, nämlich dass durch eine Ausbudgetierung der psychotherapeutischen Leistungen endlich die Dissonanzen zwischen Ärzten und Psychotherapeuten in den KVen ein Ende finden und man gemeinsam am Strang der Umsetzung akzeptabler Arbeitsbedingungen für Akademiker in der Medizin zieht."

8.8.2011

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