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LFV Berlin

Weiterbildungsordnung Berlin

Bei der letzten Delegiertenversammlung der Psychotherapeutenkammer Berlin am 08.03.2012 wurde u.a. die Weiterbildungsordnung behandelt. Der Berliner Senat hatte auf Initiative der PTK ein Weiterbildungsgesetz auf den Weg gebracht, wodurch eine Weiterbildungsordnung in Berlin überhaupt erst möglich wurde. Wichtig ist die Weiterbildung im Moment für die Neuropsychologie, die als Methode vom wissenschaftlichen Beirat für bestimmte Indikationen (insbesondere psychische Beeinträchtigungen durch Hirnverletzungen) als Methode anerkannt wurde und inzwischen auch vom G-BA sozialrechtlich zugelassen wurde. Voraussetzung für eine Abrechnungsgenehmigung für ambulante neuropsychologische Behandlungen ist eine abgeschlossene Weiterbildung.
 
Als Bündnis für psychische Gesundheit - wir gehören mit 11 Sitzen neben dem Forum (DGPT, bvvp) und DPtV zu den größten Fraktionen - haben wir uns zunächst dafür eingesetzt, dass nur die Neuropsychologie wie in der Musterweiterbildungsordnung auch in die Berliner Weiterbildungsordnung aufgenommen wird (Alternative 1 im Anhang). Als Bündnis stehen wir der Weiterbildung insgesamt kritisch gegenüber, weil wir darin die Gefahr der Entwertung der Approbation und der Zersplitterung des Berufes in indikationsspezifische Zulassungen sehen. Es gab dann jedoch auch den Antrag des Vorstandes, die Weiterbildungsordnung auch für Psychotherapieverfahren zu öffnen und zwar nur für "wissenschaftlich anerkannte Psychotherapieverfahren gemäß § 11 PsychThG" (Alternative 2 im Anhang). Diesem Antrag stimmten wir als Bündnis aus o.g. Gründen nicht zu. Dieser Antrag wurde aber mehrheitlich angenommen.
Daraufhin stellten wir vom Bündnis den Antrag, dass dieser Beschluss folgendermaßen erweitert werden soll:
 
"1. ein gemäß § 11 PsychThG wissenschaftlich anerkanntes Psychotherapieverfahren oder ein wissenschaftlich begründetes Psychotherapieverfahren".
 
Dieser Änderungsantrag bekam mit 14 zu 13 Stimmen die Mehrheit.
 
Dies ist aus unserer Sicht ein wichtiger Erfolg im Kampf um die Psychotherapieverfahrensvielfalt. Diese Position wurde zum ersten Mal in einer Weiterbildungsordnung einer Landespsychotherapeutenkammer verankert. Damit steht zumindest potentiell die Tür für bisher (noch) nicht vom WBP anerkannte Verfahren offen. Eine andere Frage ist, ob sie auch wirklich in die Weiterbildung wollen und sollen. Darüber muss noch intensiv diskutiert werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt überwiegt das Nein, doch der Erfolg der Öffnung auch für diese Verfahren, den 'closed shop' verhindert zu haben, hat trotzdem Bestand.
 
Eva Schweitzer-Köhn
Bundesvorsitzende des VPP und Beisitzerin im Vorstand des LFV Berlin des VPP

31.3.2012

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