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LFV Berlin

Resolution zur Psychotherapeutenausbildung

Vor der gestrigen Delegiertenversammlung der PTK Berlin hielt Hr. Dr. Grigutsch, verantwortlicher Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit, einen Vortrag zu den Vorstellungen des BMG zur zukünftigen Entwicklung der Psychotherapeutenausbildung vor den Delegierten der PTK, VertreterInnen von Ausbildungsinstituten, HochschullehrerInnen und PiA-VertreterInnen. Hr. Dr. Grigutsch hat deutlich gemacht, dass das BMG ‚aus ordnungspolitischen Gründen‘ eine Direktausbildung deutlich bevorzugt. Von den Anwesenden wurden die Risiken und Gefahren einer Direktausbildung ausgesprochen, z.B. die völlige Ungeklärtheit der Finanzierung der Ausbildungstherapien, die jetzt in den Institutsambulanzen von den Krankenkassen vergütet werden. Diese Vergütung ist im SGB V § 117 geregelt. Dieser Paragraph gilt nur für die Ausbildung, nicht für eine Weiterbildung. Es wurde auf die Gefahr hingewiesen, die auftreten wird, wenn die Ausbildungstherapien in ambulanten Weiterbildungspraxen über die KV abgerechnet werden müssen. Die bestehenden Schwierigkeiten der ärztlichen Weiterbildung würden dann auch die PsychotherapeutInnen treffen, nämlich, dass der Praxisumfang durch WeiterbildungsassistentInnen nicht erhöht werden darf oder dass ein erhöhter Praxisumfang durch WeiterbildungsassistentInnen nicht aufrechterhalten werden darf. Leistungen von WeiterbildungsassistentInnen wurden in der Vergangenheit zudem nicht mit dem Mindestpunktwert vergütet. Dieses ist nur eines der Bedenken neben anderen bereits geäußerten wie der Bedrohung der Verfahrensvielfalt durch die fast ausschließliche behaviorale Ausrichtung der psychologischen Universitätsinstitute, die mangelnde personelle Ausstattung der Universitätsinstitute für eine praktische klinische Ausbildung usw.
In der anschließenden Delegiertenversammlung brachte der Ausschuss für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Berliner Psychotherapeutenkammer diese Resolution zur Abstimmung, die im Ausschuss fraktionsübergreifend, generationsübergreifend und berufsgruppenübergreifend einstimmig beschlossen worden war. Das Bündnis für psychische Gesundheit (dem auch der VPP angehört) unterstützte die Resolution ebenfalls. Sie wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Eva Schweitzer-Köhn

13.4.2013

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