Startseite
TwitterTwitter

Kontakt

Mitgliederservice

VPP-Mitglied werden

Honorarwiderspruch

Telematik

VPP Newsletter

Fortbildungen

Mediathek

Praxisbörse für Mitglieder

Jobbörsen

Login für den Mitgliederbereich:

Mitgliedsnummer:

Passwort:
(Geburtsdatum TT.MM.JJJJ)

LFV Hamburg

Hamburger PPT müssen bis zu 7 Jahre auf Kassensitze warten

Anzahl der Sitze nimmt kontinuierlich ab
BDP-/VPP-Team tritt bei Kammerwahl an

In Hamburg finden im Februar 2007 zum zweiten Mal Wahlen zur Psychotherapeutenkammer statt. Kandidieren wird auch das Team Psychologische PsychotherapeutInnen BDP/VPP.

Festzustellen ist im Positiven wie Negativen, dass sich in den vergangenen vier Jahren etablierte Strukturen verfestigt haben. So gelang es Kollegen und Kolleginnen, die sich innerhalb des Kassensystems nach der Übergangsregelung des Psychotherapeutengesetzes niedergelassen haben, ihre Position zu stärken. Trotzdem entsteht der Eindruck, dass der Einfluss der Kassentherapeuten in diesem System kontinuierlich abnimmt.

Tatsache ist, dass sich die Zahl der Kassensitze in Hamburg immer mehr reduziert hat.  Zwischen dem 2. Quartal 2004 und dem 2. Quartal 2005 hat sich im Bereich der KV Hamburg die Zahl der zugelassenen Psychologischen PsychotherapeutInnen um 23 auf  625 verringert (laut C. Gieseke, Mitglied des Zulassungsausschusses der KV). Was hat die Kammer gegen dieses „Wegschmelzen“ der Kassensitze unternommen? Einerseits bedeutet dies einen schwindenden Einfluss von Kassentherapeuten auf das KV-System und andererseits - - fehlen diese „weggeschmolzenen“ Kassensitze  gerade den Kolleginnen und Kollegen, die sich gerne niederlassen würden.

Nach den Recherchen des BDP-/VPP-Teams gibt es in Hamburg mehr als 350 Privatpraxen (die genaue Zahl ist nur der Psychotherapeutenkammer bekannt), die in der Kostenerstattung oder in der reinen privaten Liquidation abrechnen. Nicht wenige dieser Kollegen würden gerne in das Kassensystem einsteigen. Auch  Kolleginnen, die in den vergangenen Jahren ihre Psychotherapieausbildung abgeschlossen haben, streben einen Kassensitz an. Recherchen ergaben, dass Kolleginnen mehr als sieben Jahre auf einen Kassensitz warten!

Die Zahl der zukünftig frei werdenden Kassensitze ist dagegen gering. In den nächsten Jahren erreichen zwar etliche Kollegen und Kolleginnen das Rentenalter, aber das bedeutet nicht, dass sie ihren Kassensitz aufgeben. Wer nach der Übergangsregelung seinen Kassensitz erhalten hat, kann diesen bis zu 20  Jahre und über das 67. Lebensjahr hinaus ausüben. Faktisch bedeutet das, dass voraussichtlich erst 2018/2019 viele Kassensitze frei werden!

Das Team Psychologische PsychotherapeutInnen BDP/VPP möchte sich in der zukünftigen Legislaturperiode auch für diese Psychotherapeuten einsetzen - wie in der Vergangenheit bereits außerhalb der Kammer. Bisherige Hinweise an die Kammer zur Situation dieser Kollegen waren erfolglos. So wurde z. B. die Sammlung von 80 Unterschriften abgelehnt,, die Christel Kock auf den Weg gebracht hatte, um bei der Kammer einen Ausschuss für die besonderen Belange dieser Kollegengruppe zu initiieren. Begründung: Es handele sich um eine zu kleine Gruppe. Wie können mehr als 350 Privatpraxen eine zu kleine Gruppe darstellen?

Das BDP-/VPP-Team ist außerdem der Auffassung, dass die online-Datenbank der Kammer (www.psych-info.de) für alle Kammermitglieder effektiv sein sollte. Dazu wäre es erforderlich, auch auf die Möglichkeiten der Kostenerstattung nach 13,3, SGB V hinzuweisen oder z. B. Listen ins Netz stellen, in denen Kolleginnen Paartherapie anbieten.

Aus dem Wahlprogramm seien die wichtigsten Ziele für die zukünftige Kammerarbeit zitiert:

Die Wahlveranstaltung des Teams Psychologische PsychotherapeutInnen BDP/VPP mit dem Titel „Kassensitze und Alternativen - Kostenerstattung, KV-Bürokratie, Tarifverträge, Privatliquidation, Paartherapie“ findet am 26. Januar zwischen 16 und 20 Uhr im Gästehaus der Universität Hamburg, Rothenbaumchaussee 34, statt.

Christel Kock
Vorsitzende des LFV VPP im BDP Hamburg

4.1.2007

IMPRESSUM | DATENSCHUTZ